Verwendung der Rosskastanie

Die Rosskastanie ist ein vielseitiger Baum. Dies beginnt schon bei seinem Holz, das für Furniere in der Möbelindustrie, für Schnitzereien und als Verpackungsmaterial Verwendung findet.
Die Samen der Rosskastanie spielen eine Rolle bei der Herstellung von Farben, Schäumen und Kosmetika. Darüber hinaus verwendet man sie zur Fütterung von Rothirschen, Rehen und anderen Wildarten im Winter. Die Öle werden zu Seifenpulver verarbeitet und aus der Stärke werden Alkohol und Milchsäure gegoren. 
Da die Blüten reichlich Nektar und Pollen bilden, sind Rosskastanien außerdem beliebte Bienenweiden.
In medizinischer Hinsicht finden die Samen, die Borke, die Blätter und die Blüte Verwendung. Nach der Kommission E dient die Rosskastanie der Behandlung chronischer Veneninsuffizienz, von Krampfadern, nächtlichen Wadenkrämpfen, Juckreiz und Beinschwellungen. Für die Gewinnung von Rosskastanienextrakten werden insbesondere die Samen (Hippocastani semen) verwendet. Seltener benutzt man auch die Rinde und Blätter. Die wichtigen Inhaltsstoffe sind die Saponine (Aescin) sowie Gerbstoffe. Diese wirken ödemhemmend, blutflussfördernd, Venen tonisierend und entzündungshemmend.

Samen, Borke, Blätter und Blüten der Rosskastanie finden Verwendung in der Medizin.
Darüber hinaus stützt sich auch die Volksmedizin auf die Rosskastanie. Hier erhofft man sich Hilfe bei niedrigem Blutdruck, Blutergüssen, Thrombosefolgen, Hämorrhoiden und Geschwüren. Wie oft in der Volksmedizin ist jedoch auch hier nicht immer wissenschaftlich gesichert, dass die Rosskastanie tatsächlich die ihr zugeschriebene Wirkung hat.
Neben diesen Arten der Verwendung wird die Rosskastanie als Ganzes gerne aus gestalterischen Gründen auf Straßen, Plätzen, in Gärten und Parkanlagen angepflanzt.