Steckbrief

Botanische Bezeichnung: Aesculus hippocastanum
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Ordnung: Sapindales (Seifenbaumartige)
Familie: Sapindaceae (Seifenbaumgewächse)
Unterfamilie: Hippocastanoidae (Rosskastaniengewächse)
Gattung: Aesculus (Rosskastanien)
Art: Gewöhnliche Rosskastanie
Herkunft: westliches Asien
Es wird angenommen, dass die Rosskastanie bereits in grauer Vorzeit in Mitteleuropa heimisch war. Die letzte Eiszeit führte dann jedoch zu einem Rückzug aus diesen Breiten. Stattdessen konnte sie sich von Kleinasien aus nach Osten bis hin zum Himalaja ausbreiten. Nach Europa kam die Rosskastanie dann erst wieder mit den Türken. In Konstantinopel stieß 1557 ein kaiserlicher Gesandter auf sie. 1576 wurde die Pflanze erstmals im Wiener Hofgarten gepflanzt. Von dort verbreitete sie sich in Windeseile.
Im 17. Jahrhundert ließ sie der Sonnenkönig in seinen Schlossgarten anpflanzen. Schon bald darauf fand man sie überall in Europa in Parks und Gärten.

Die Blüten der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum).
Nicht nur ihre neuerliche Verbreitung in Europa, auch ihren deutschen Namen verdankt die Rosskastanie den Türken. Diese führten bei ihren Feldzügen vor Wien die Samen der Rosskastanie als Pferdefutter sowie als Heilmittel gegen Pferdehusten mit.